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Sanfte Berührungen vermitteln Wohlbefinden. Ihre Wirkung ist wesentlich stärker als verbale Zuwendung. Von allen Sinnen hat der Tast- und Fühlsinn die größte stimulierende Kraft. Über die Haut empfängt der Körper heilende Kräfte. Das Touch Research Institute in Miami hat auf diesem Gebiet Pionierarbeit geleistet. Dort hat man zum Beispiel in einer Studie herausgefunden, dass sich Frühchen viel schneller erholen, wenn sie regelmäßig intensiven Körperkontakt haben. Sie sind größer, ruhiger, ausgeglichener und wacher als Frühgeborene, die weniger Berührungen erfahren. Dieser Entwicklungsvorsprung bleibt den Kindern bis in die Schulzeit erhalten.

Berührung als Therapie?!

Am Forschungsinstitut in Florida haben Wissenschaftler auch die heilende Wirkung der Massage nachgewiesen: Der Körper schüttet weniger Stresshormone aus, dafür aber Nervenbotenstoffe, die beruhigend wirken. Das hilft gegen Schmerzen aller Art und entspannt sogar Asthmapatienten.„Mit einfachen Massagen gehen Hautsymptome zurück“, sagt Uwe Gieler und erwähnt Studien, die bestätigen, dass Menschen mit Hauterkankungen oft angeben, dass sie schon als Kind wenig körperliche Berührungen erfahren haben.
 

Weil Verliebte sich dagegen ständig in den Arm nehmen und anfassen, sind sie selten krank. Das Kuscheln, Schmusen und Streicheln stärkt das Immunsystem, senkt den Blutdruck und stabilisiert die Verdauung. Verliebtsein wirkt wie eine Dauermassage für Haut und Seele: Der Körper schüttet fast nur noch Glückshormone aus.

Quelle: Focus-Online

Fühlen, spüren, tasten - die Heilkraft der Berührung